Erste Meerforelle aus dem Guldenbach
05.08.2010 - GULDENTAL
50 Zentimeter großer Fisch kehrt zurück ins Heimatgewässer -
(jsp). Groß war die Freude bei den Mitgliedern des Angel Sport Vereins, als sie im Zuge einer Elektrobefischung eine Meerforelle aus dem Guldenbach holten.
Unter Federführung des Landesfischereiverbandes hatten die Angler die Befischung durchgeführt, und damit den Bestand an Fischen im Gewässer kontrolliert. „Die Maßnahme haben wir durchgeführt, bevor das Guldenbachwehr in Langenlonsheim zurück gebaut wurde. Alle gefangenen Fische wie Bachforellen, Aale, Gründling, Koppe, Ellritze, Schneider oder Bachschmerle wurden dazu von uns schonend mit dem E-Gerät gefangen und oberhalb des Wehres wieder in den Bach eingesetzt“, erläuterte Jürgen Heß, Vorsitzender des ASV.
Dass jedoch die erste von tausenden, 2007 vom Verein eingesetzten Meerforellen gefangen wurde, erfreute die Angler ganz besonders. Sie hatten erst für den Herbst mit dem Eintreffen der ersten Salmoniden gerechnet. Die knapp 50 Zentimeter große Forelle sei wahrscheinlich aufgrund der derzeit hohen Temperaturen im Rhein bereits früher in ihr Heimatgewässer „eingestiegen“, erklärte Heß.
Nachdem die Angler die Meerforellen vor drei Jahren aussetzt hatten, entwickelten sich die Tiere und zogen bis zum Meer. „Dort wachsen die Fische heran, bevor sie sich nach ein bis zwei Jahren wieder zurück in die Flüsse begeben“, beschrieb Heß den Zyklus der Wanderfische. Größte Hindernisse auf ihrem Weg zurück seien die Wehranlagen in der Nahe bei Gensingen und Laubenheim, die von den silbrig glänzenden Meerforellen nur schwer zu überwinden seien.
Dass es ihnen dennoch gelingen könne, beweise der spektakuläre Fang. Damit sei das „Projekt Meerforelle“ des ASV Guldental erfolgreich verlaufen, stellte Heß zufrieden fest.
Beim Bemühen, das Einzugsgebiet der Nahe für Lachse und andere, wandernde Salmoniden „durchgängig“ zu gestalten, gäbe es Fortschritte am Unterlauf des Guldenbaches, wo das Langenlonsheimer Wehr ebenso zurück gebaut werde wie das Guldentaler Wehr, das in Kürze mit einer Fischtreppe ausgestattet werde. Würden jetzt auch die Wehranlagen an der Nahe entsprechend umgestaltet, erhöhe dies die Rückkehrquote erheblich, betonte Heß.









